Aufstehen!

Hier einmal ein etwas anderer Text von mir. Eigentlich handelt es sich dabei um einen sogenannten “Poetry Slam” Text und normalerweise sollte er vorgetragen werden. Trotzdem denke ich, dass er auch so seine Wirkung nicht verfehlt. Unter Umständen werde ich demnächt eine auf Video aufgezeichnete Version hochladen. Bis dahin viel Spaß beim lesen!

Ich wache auf, jeden Morgen aufs Neue.

Aus dem Bett in den Alltag, vor dem ich mich scheue.

Ängste, Träume – was mich bewegt – bleibt hinter mir.

Ins Bad, die Küche und ab durch die Tür.

Trete ins Freie, eh mans begreift

Rast ein Radfahrer vorbei, der mich streift.

“Du Wichser! Was soll das?”, brüll ich ihn an,

Wobei Ich eigentlich weiß, dass er nichts dafür kann.

MEIN Leben ist trist, MEIN Alltag ist lahm.

Ich hass’ mich dafür- ‘s ist jeden Tag der selbe Kram!

 

Irgendwann nach ‘nem langen Tag komm’ ich dann nach Haus’,

werf’ mich aufs Bett. Glotze an – Kopf aus.

“Halt!” Hab’ ich heut’ eigentlich was Vernünftiges gegessen?

Nö! – Eben zwei Cheesies bei Mc’s gefressen!

Egal! Kein Bock jetzt noch zu kochen, dat muss dann wohl reichen!

Dann kann ich halt morgen im Stress das Frühstück nicht streichen.

Im TV nur noch Scheiß! “Mein RTL” auf der Drei,

schalt’ das Niveau hoch auf Hartz IV, der Grips wird zu Brei!

Irgendwann vor laufender Kiste penn’ ich dann ein.

Die Sorgen von heute werden auch morgen noch die selben sein.

 

Nur wie fang’ ich an wenn ich diese Scheiße nicht mehr sehen will?

Wann denk’ ich in Ruhe nach? Auch in der Ruhe ist es niemals wirklich still!

Ham’ Zeit für uns. Für Yoga und Fitness,

Kalorien zählen und Dips und Curls machen uns Stress.

Ich vergesse die Zeit, die ich faktisch nie hatte.

Vergesse mich selbst irgendwo zwischen Spanisch und Mathe.

Vor lauter Prüfungsdruck und Zukunftsangst,

die auf meinem Rücken mit durch meine Tage tanzt.

Zwischen lernen und Gewichte heben,

entgeht der eigentlichte Sinn des Daseins: das LEBEN!

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