Atheismus als neue Religion

Ich glaube, dass jeder Mensch die gleichen Grundlagen hat und alles erreichen kann, was er sich wirklich vornimmt. Nur der Aufwand, der zum Gelingen dieses Zieles nötig ist unterscheidet jedes Individuum.

Ich glaube.

Heißt es, nur weil ich an das Gute im Menschen und Gerechtigkeit glaube, dass ich GLAUBE?

Ich glaube eigentlich nicht an Gott oder die Existenz eines uns übergeordneten Wesens, dass über uns richtet und wacht.. Aber heißt, dass ich an Dinge oder Innere Werte glaube, gleichzeitig, dass ich an einen Gott glaube?

Nein!

Auch meine Hoffnung beruht nicht im Erbarmen einer von mir bezweifelten gottähnlichen Existenz. Ich hoffe auf das Eintreten einer geringen Wahrscheinlichkeit eines Zufalls im für mich optimalen Augenblick.

Auf Glück.

Ich bin eher wissenschaftlicher Natur, all mein Denken und Handeln, selbst die Fragen, warum ich hier bin, warum wir Dinge empfinden oder ähnliches, kann oder versuche ich durch die Wissenschaft zu erklären.

Mehr und mehr Menschen treten aus der Kirche aus, der Atheismus in unseren “erste Welt Ländern” (ein scheußliches Wort) nimmt stetig zu. Und genau diese Entwicklung wirft eine Frage auf, die über unser Gerechtigkeitsempfinden entscheiden könnte:

Zerfällt mit der Kirche auch unser gesamtes Moralverständnis?

Warum soll man nicht stehlen, wenn kein Gebot eines höheren, uns übergeordneten Wesens, es verbietet?

Ich für meinen Teil brauche keine Angst vor einer Hölle, Gottes Zorn oder vergleichbarem um mein Leben moral- und ethikgerecht zu leben! Meine Vorstellungskraft und mein Sozialverständnis reichen weit genug, um zu verstehen, dass unsere Gesellschaft ohne gewisse Grundregeln und Werte, die vermittelt werden, nicht fortbestehen kann. Wer sich ausschließlich durch Angst oder seinen Glauben lenken lässt, wer nach Regeln lebt, die unsere Gesellschaft am Ende zerstören, der hat noch nicht verstanden, was es uns Menschen nützen kann, dass wir als einzige Wesen der Welt über die Folgen unseres Handelns nachdenken.

“Only God can judge me!”

Ein Spruch, der häufig falsch verstanden wird. Es ist kein Freifahrtschein, sich zu verhalten, wie man will, ohne Rücksicht auf Verluste. Vielmehr kann er Menschen stärken, über die zu Unrecht falsch gerichtet wird, beispielsweise beim Mobbing.

Rational denkende Menschen können ihr Leben auch nach Regeln ohne Sanktionen dahinter befolgen, solange sie dem Allgemeinwohl dienen.

Alles ist Eins!

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